Patrick on Juni 11th, 2009,

Eine Freundin hat mich heute auf eine neue Form des sozialen/politischen Engagements aufmerksam gemacht.

Im Gegensatz zur gebräuchlichsten Form des Konsumentenprotests, dem Boykott, zielt die auf Carrotmob vorgestellte Methode auf das genaue Gegenteil. Hier wird die Konsumentenmacht nicht als Strafe, sondern als Zuckerbrot, z.B. für ökologisch engagierte Produzenten und Händler genutzt, indem an einem zuvor verabredeten Tag viele Menschen gleichzeitig z.B. bei einem Geschäft einkaufen. Dies sorgt nicht nur für volle Kassen, sondern vor allem auch für eine positive Publicity.

Auf carrotmob.org findet ihr mehr Informationen. Was ich sehr interessant finde ist die Tatsache, dass die hinter Carrotmob stehende Firma sich ausdrücklich nicht als „non-profit“-Organisation versteht. So möchte man unter anderem mittelfristig den von Konsumenten „belohnten“ Händlern die Möglichkeit bieten, mit dem Logo von Carrotmob zu werben.

Mittlerweile gibt es einen deutschen Ableger, der von ehrenamtlichen Enthusiasten gegründet und betrieben wird: www.carrotmobberlin.com.

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